Weltkrebstag 04.02.2020

Ist die akute Phase einer Krebserkrankung überstanden, stehen die Patienten vor der Herausforderung, in ihr Leben zurückzukehren. Kein Patient und keine Erkrankung sind gleich, daher stellt das Rehazentrum St. Veit, das in Kompetenzpartnerschaft vom führenden Gesundheitsdienstleister VAMED und den Salzburger Landeskliniken (SALK) realisiert wurde, personalisierte Behandlungskonzepte mit höchster medizinischer und therapeutischer Kompetenz in den Fokus.

„Bereits drei bis vier Wochen Rehabilitation bringen eine enorme Verbesserung der Lebensqualität", erklärt Primar Prof. Dr. Thomas Licht, Ärztlicher Leiter des Rehazentrums St. Veit im Pongau. Eine Studie des Onkologischen Rehabilitationszentrums St. Veit im Pongau gemeinsam mit der Universitätsklinik Innsbruck lieferte dazu bemerkenswerte Ergebnisse: „Wir fanden heraus, dass sowohl die Angst vor der Krebskrankheit als auch Depressionen erheblich vermindert werden konnten. Auch die Beeinträchtigungen durch Symptome wie Schmerzen, Erschöpfung und Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen konnten gelindert werden. Die Onkologische Rehabilitation trägt wesentlich dazu bei, die Folgen einer belastenden Krebstherapie zu überwinden und wieder ein normales Leben führen zu können."

Auch Kinder und Jugendliche finden in St. Veit im Pongau ‒ im Leuwaldhof ‒ nachhaltige Rehabilitation und Betreuung. Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation heißt, im Familienverbund betreut zu werden, um gemeinsam die körperliche und psychische Belastung einer Krebserkrankung zu überwinden, die durch die schwere Erkrankung eines Kindes entstanden ist. Die Spezialisten im Leuwaldhof bereiten Kinder und Jugendliche auf ein Leben nach hämatoonkologischen, immunologischen Erkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes vor. Zum umfassenden Betreuungskonzept zählen rehabilitative Therapieformen wie Physio- und Sporttherapie sowie psychologische Betreuung und Diätologie. Besonderer Wert wird im Leuwaldhof auch auf weitere kinder- und jugendgerechte Angebote wie etwa Musiktherapie und tiergestützte Therapien gelegt. Kindergarten und Schulunterricht bis zur höheren Schule sowie Freizeitaktivitäten wie Ausflüge, Rad fahren, wandern und gemeinsame Spiele sorgen für Abwechslung im Sinne der Genesung und der Neuorientierung nach der Krankheit. Das Hauptziel ist, die Resilienz zu fördern, nämlich ‚löwenstark‛ in die Zukunft zu gehen. Immerhin haben diese Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien viel durchgemacht und es sollen die überstandenen negativen Erfahrungen in positive Lebensenergie und -einstellung umgewandelt werden, um damit wieder aktiv und gestärkt die Herausforderungen des Alltags annehmen zu können", berichtet Primar Doz. Dr. Gustav Fischmeister.

Durch den Vertrag mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (seit 1.1.2020 Dachverband der Sozialversicherungsträger) ist die Onkologische Rehabilitation und der Leuwaldhof für alle Patienten zugänglich.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Uniklinikum Salzburg, der benachbarten Landesklinik St. Veit im Pongau und dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach funktioniert vorbildlich. Die perfekt aufeinander abgestimmte Behandlungskette von der Akutversorgung bis zur Rehabilitation stellt die Versorgung von Krebspatienten in Salzburg auf höchstem Niveau sicher.


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